Sonntag, 16. April 2017


Rezension zu
„Meine geniale Freundin“
von
Elena Ferrante





Beschreibung:

Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?

Quelle: Suhrkamp Verlag

Dieses Buch habe ich für meine Freundin gelesen, die sich dafür interessiert. Die Familie meiner Freundin stammt aus Neapel, und das macht dann sehr neugierig. Insbesondere da es auch sehr gut rezensiert wurde.

Die Geschichte hat mich gut unterhalten, denn Elena Ferrante schafft mit Ihren Worten fast ein visuelles Bild von dem Milieu, dem Stadtteil, in dem die beiden Hauptprotagonisten aufwachsen und Ihre Freundschaft entsteht. Es ist das Italien, wie ich es mir auch vorstelle, mit Wäscheleinen die über Straßen hängen, Mamas die in den Fenstern das Treiben der Nachbarn beobachten. 

Jetzt denken bestimmt einige Männer, dies sei ein reines Frauenbuch, ist es aber definitiv nicht, das Geschlecht der Hauptprotagonisten spielt für das Lesevergnügen keine Rolle, außer natürlich bei wenigen Details. Man hätte diese Geschichte auch mit männlichen Freunden schreiben können, und sie wäre sicher nicht schlechter geworden.

Der Erzählstil lies mich entspannt in eine andere Welt tauchen, die ich gerne gespannt beobachtete. Das Buch ist in einer sehr einfachen Sprache verfasst und lies mich in keinen Moment das Gefühl haben, es würde langatmig werden. 

Nur habe ich mich jetzt gefragt, ob ich die Fortsetzungen lesen werde, von diesem ersten Teil, der wohl 4 teiligen Saga, und denke nicht. Das liegt nicht an der Qualität des Buches, sondern viel mehr daran, dass mir die Entwicklung bis zur Hochzeit Lila’s genügt. Außerdem bin ich kein wirklicher Leser von Buchreihen, dazu müsste mich wirklich eine Sucht packen, die hier aber nicht zustande gekommen ist.

Insgesamt hat das Buch mir gefallen, weshalb ich auch gerne 4 Sterne gebe.


Euer Weltenwandler

Donnerstag, 6. April 2017

Rezension zu
»Leichenspiele«
Von Bernhard Aichner




Erschienen: 13.06.2016
Verlag: btb

Beschreibung: Die Dorfidylle trügt: Totengräber Max Broll und sein bester Freund, der ehemalige Fußballstar Johann Baroni erhalten ein unmoralisches Angebot. Man bietet den beiden viel Geld – wenn sie dafür eine Leiche vom Friedhof verschwinden lassen. Da Baroni vor dem finanziellen Ruin steht, lassen sie sich darauf ein. Die beiden geraten auf immer dunklere Abwege, als wenig später zwei weitere Leichen vor Baronis Tür liegen. Nicht nur die beiden Freunde, sondern auch die Polizei fragen sich, woher die unbekannten Toten kommen und warum ihnen mehrere Organe fehlen.

Max Broll und sein Kumpel Baroni bringen wieder einmal das Dorf zum Leben, mit ihren Sauforgien und schrägen Ideen. Besonders die Handlungen, die aus diesen Exessen entstehen, führen zu katastrophalen Situationen. Schräger und durchgeknallter als die beiden kann man kaum seinn, wenn man erpresst wird. Da wird Gunther von Hagen und dessen Ausstellungen, zum Vorbild für die beiden, nur das sie ihre »Kunst« im Supermarkt zelebrieren und nicht im Museum. Da stellt sich eine Kuh ihnen in den Weg, und zeigt den beiden, wie beschissen sie die Idee findet, sich von den beiden wegschieben zu lassen. Und modisch haben die beiden auch ihre ganz eigenen Ansichten.

Dabei kommt die Spannung nie zu kurz, gerade weil man sich beim Lesen fragt, in welchen Mist sich die beiden wieder bringen und wie sie mit ihrer einzigartigen Art und Weise, den Fall lösen.

Ihr dürft euch auf einen hoch amüsanten Krimi freuen, den Bernhard Aichner da wieder fabriziert hat. Vielleicht sollte man Bernhard manchmal auch die Schnapsrationen kürzen, denn so ein Krimi schreibt man doch nur im Vollrausch, daher wohl auch seine Handschrift.

Zum Schreibstil muss ich nicht viel schreiben, der ist typisch Bernhard Aichner, und oft beschrieben in meinen anderen Rezensionen zu Bernhard Aichner’s Büchern.

Bernhard Aichner schafft es immer wieder, mich zu unterhalten, und ich freue mich schon auf das nächste Buch der Broll-Reihe, welches hier in meinem neuen Lesezimmer, bereit liegt.

Ich weiss es klingt langweilig aber es ist nun mal so:

5 verdiente Sterne

Liebe Grüße

Euer Weltenwandler


Rezension zu

"Tomatenrot" von Daniel Woodrell

                                        




Erscheinungsdatum: 25.01.2016
Verlag: liebeskind


Beschreibung:

Sammy Barlach ist ein Verlierer, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Eigentlich will er nur irgendwo dazugehören – und stolpert so zielsicher ins Verderben. Bei einem Einbruch in eine Villa trifft er auf zwei andere, ebenso planlose Wohlstandsplünderer: die neunzehnjährige Jamalee mit ihren kurzen, tomatenroten Haaren und ihren bildschönen jüngeren Bruder Jason. Endlich hat Sammy, was er immer gesucht hat: Familienanschluss – und ein bisschen mehr. Mit der Mutter der beiden, Bev, die sich ihren Unterhalt als Escortdame und gelegentlich als Polizeispitzel verdient, beginnt er eine Affäre, aber auch von Jamalee kann er die Augen nicht lassen. Doch die hat andere Pläne und will hoch hinaus, zumindest raus aus dem Sumpf von Venus Holler. Aus der Tatsache, dass die Hälfte aller Frauen der Stadt hinter Jason her ist, will sie Profit schlagen. Doch dann wird eines Morgens Jasons Leiche gefunden, und erst jetzt offenbart sich, wie tief dieser Sumpf wirklich ist.

Quelle: liebeskind Verlag


Wer jetzt einen klassischen Krimi erwartet hat, mit klaren Ermittler, Opfer und Täter, wird eine Überraschung erleben. Daniel Woodrell macht diesen Krimi zu einem Spiegel der heutigen Gesellschaftsschichten. In der Geschichte sah ich alles das, was ich sonst auch im wahren Leben wahrnehme, wie es um uns steht. Er schreibt, wie es ist, dass man schnell abrutschen kann, schwer aufsteigen, aber wir alle immer unsere Träume und Hoffnungen nie verlieren, ob wir es zugeben oder nicht. Der Autor übertreibt an keiner Stelle, alles wirkt realistisch und könnte so jeden Tag passieren.

Woodrell’s Umgang mit der Sprache und seine Erzählweise haben mich sehr beeindruckt und ich habe es sehr genossen. Er ist sehr kreativ in der Wort-und Satzfindung für Szenen. Hier schreibt er Vergleiche, um Ereignisse zu beschreiben, die an Originalität seines Gleichen suchen, die mir so bei anderen Autoren sonst nie aufgefallen sind (Was nicht bedeutet, dass es diese nicht gab!). Da rast ein Zug mit einer solchen Geschwindigkeit, wie ein Erdrutsch auf dem Weg zum Rendezvous mit der Flut, klasse!

Auch sonst war das Buch sehr gut zu lesen, da Daniel Woodrell auf komplizierte Satzstellung oder Fremdwörter verzichtet, er fesselt uns Leser mit seinem Stil.

Doch eines hat mir nicht gefallen, und das ist die Geschichte selbst, da muss ich dem Autor leider Punkte abziehen, denn diese wirkte auf mich nicht wirklich sehr spannend, was ich auch bei einem Roman erwarte, gerade von einem Meister des »Crime-Noir«.

Also wenn ihr in toller Sprache erzählte Geschichten mögt, dann kauft es euch, erwartet ihr aber Spannung hoch drei, dann lasst die Finger davon.


Ich gebe hier gerne 4 Sterne


Euer Weltenwandler

Dienstag, 4. April 2017

Rezension zu 
»Das geheime Leben des Monsieur Pick«







Autor: David Foenkinos
Verlag: DVA
Erscheinungsdatum: 13.03.2017

Klappentext auf der Coverrückseite:

Ein windumtostest Dorf in der Bretagne, in dem alles so ist, wie es schon immer war. Bis eines Tages eine junge Frau in der Gemeindebücherei ein Manuskript entdeckt, das selbst im fernen Paris für Aufregung sorgt und das Leben vieler Menschen verändert. Ein alter Bibliothekar und seine große Liebe, eine Dessousladenbesitzerin, die vom Glück überrascht wird, und ein misstrauischer Kritiker - all ihre Geschichten verweben sich durch den rätselhaften Roman eines Monsieur Pick...

Das Buch begann stark mit sehr gutem Humor, ich war begeistert, es schien meine Erwartungen, zu übertreffen. Leider ging es dann Berg ab, denn nach dem Fund des Manuskriptes, verliert sich die Handlung fast nur noch in Beziehungsdramen, die aus der Entdeckung resultieren. Da hätte David Foenkinos kreativer sein können. Doch als ich mich über den Autor informierte, den ich zuvor nie gelesen hatte, wurde mir einiges klar. Liebesromane etc, scheinen halt sein Ding zu sein. Nur weckte der Klappentext auf dem Buch ganz andere Vorstellungen in mir.

Dazu kommt, das diese Beziehungsgeschichten dann auch noch sehr eintönig und klischeehaft wirken. Als hätte der Autor sich von Blättchen wie »Die Bunte« oder »Gala« etc inspirieren lassen. In dem einen Drama geht es um Geld, im nächsten um die Wiederentdeckung der Jugend in sich und Abenteuer oder als drittes im Bunde, um Probleme wegen der Karriereziele eines Paares. Dafür hätte es die Entdeckung des Buches des Monsieur Pick, nicht unbedingt gebraucht. 

Störend empfand ich auch, die billige, Beschreibungen der Szenen, wenn es zu sexuellen Handlungen kommt, ich empfand das nicht als erotisch, sondern nur ekelig, und ich bin sicher kein Mensch, der ein Problem mit dem Thema hat. Nur die Worte, die verwendet werden, sind hier nicht gut gewählt. Die Szenen waren schlicht überflüssig.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und David Foenkinos kann sehr lustig sein, leider war es in diesem Buch nur eine richtig gute Passage. Dieser Stil war dann letztendlich der Grund, warum ich das Buch überhaupt beendet habe, denn nach dem Anfang, wurde es mir zu langweilig. Der Spannungsbogen war so dünn wie ein Spinnenfaden.

Am Schluss geht der Autor dann doch noch mal näher auf die Ereignisse ein, die direkt mit dem ominösen Buch zu tun haben, aber das hat es leider nicht mehr gerettet.
Fazit: Dieses Buch hat mich enttäuscht, was nicht bedeutet, dass es für bestimmte Leser kein Genuss sein könnte. Es ist eben eine sehr leichte Lektüre, wenn man nicht viel denken will. Vielleicht ist es auch mehr ein Frauenbuch und ich als Mann kann damit einfach nichts anfangen.

Eine klare Kaufempfehlung kann ich guten Gewissens nicht aussprechen.
Für das Cover und für den Humor den Foenkinos zustande bringt gibt es:

2 Sterne

Aber das war es dann auch schon.
Sehr schade.

Liebe Grüße


Euer Weltenwandler

Samstag, 1. April 2017

Rezension zu
"Ein wenig Leben"




Autor: Hanya Yanagihara
Verlag: Hanser
Erscheinungsdatum:10.03.2017


Dieses Buch, wurde mir von einer Mitarbeiterin meiner Buchhandlung empfohlen und fand sofort mein Interesse.

Nur das mir eine solch intensive Leseerfahrung bevorstand, hatte ich wirklich nicht erwartet.

Hanya Yanagihara hat sehr ausführlich und detailreich Einblick in das Leben und die Sicht der 4 Freunde gegeben. Das führte dazu das ich mich umso intensiver in die Protagonisten hineinversetzen konnte.Dies führte dazu, besonders bei Jude der Hauptperson, das meine Gefühle extrem strapaziert wurden. Es waren Grenzen des erträglichen erreicht, und nicht nur an einer Stelle kamen mir die Tränen und ich musste das Buch erst mal zur Seite legen. Ich denke wegen der zwischenzeitlichen Höhen, wirkten die Tiefen noch stärker. Wegen der Thematik Jude betreffend und dem Verlauf seiner Geschichte im Buch, bin ich fast geneigt zu sagen, das dies Buch eine Altersbeschränkung braucht. Man sollte geistig gefestigt sein für diese Leseerfahrung, sonst kann die Geschichte einen emotional fertig machen. Als ich fertig mit dem Buch war, dauerte es Tage bis ich es einigermaßen verarbeitet hatte.

Dies alles bedeutet, dieses Buch ist einer meiner besten Leseerfahrungen, die je gemacht habe.

Hanya Yanagihara ist eine sehr gute Autorin, die sich Zeit für diese Geschichte genommen hat als wäre sie es dem Leser schuldig, gerade bei diesem sensiblen Thema des Buches, ihm das Ausmaß von Judes Erfahrungen spürbar zu machen.

Wer dieses Buch als langatmig empfindet, versteht meiner Meinung den Sinn nicht der hinter einen gut ausgearbeiteten Geschichte nicht oder ist vielleicht nur Mainstream Bücher gewöhnt.

Den Schreib- und Erzählstil von Hanya Yanagihara finde ich persönlich grossartig, und ich finde es schade, das sie jetzt erst mal wieder auf ihre journalistische Arbeit konzentriert. Ein weiteres Buch von ihr würde ich blind kaufen. Die leichte Sprache, die ohne viel Fremdwörtern auskommt, und nicht versucht hochintellektuell zu beeindrucken, schafft es trotzdem zu fesseln und den Leser sehr intensiv zu berühren.

Ich gebe den Buch 5 Sterne, und eine klare Kaufempfehlung

Liebe Grüße

Donnerstag, 16. März 2017

Unpacking a Book

Hier die Auflösung, folgendes Buch brachte mir der Postbote gestern.
Wird zwar dauern, wegen des aktuellen Schinken , bis ich es lese und rezensiere,
aber bin sehr gespannt ;)


Das geheime Leben des Monsieur PickRoman



Über das Glück, vom Leben überrascht zu werden ...

Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.

Ein französisch-charmanter Roman über die Liebe, verlorene Träume und den Mut, sein Leben in die Hand zu nehmen. Leicht, beschwingt und voller Witz.

Quelle: Verlag DVA Belletristik 


Der Autor: 

David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft, wurde auch in Deutschland zum Bestseller und wird derzeit verfilmt. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste.


Dienstag, 14. März 2017

Neuerwerb

Gestern war ich auch noch in meiner Stamm-Buchhandlung, 
denn Maurizio de Giovanni gehört jetzt zu meinen Favoriten im Krimigenre, da musste der zweite Band der Lojacono-Reihe her.

Beschreibung des Buches findet ihr unter dem Foto.






Maurizio de Giovanni

Die Gauner von Pizzofalcone


Lojacono ermittelt in Neapel Lojacono ermittelt in Neapel


Der Shootingstar der italienischen Krimiszene legt den zweiten Band um Inspektor Lojacono vor.

Im besten Viertel Neapels wird eine Notarsgattin tot aufgefunden. Die Dame sammelte leidenschaftlich Schneekugeln - ausgerechnet eins ihrer Sammlerstücke musste als Tatwaffe herhalten. Nichts deutet auf ein gewaltsames Eindringen hin. War der Mörder ein Bekannter?

Inspektor Lojacono wurde gerade mit ein paar anderen Polizisten in ein neues Kommissariat versetzt: Pizzofalcone. Sie müssen die alte Besetzung ablösen, die in ein skandalöses Drogendelikt verwickelt war. Mit diesem schlechten Ruf schlagen sich die neuen Beamten nun herum und werden spaßeshalber nur «die Gauner von Pizzofalcone» genannt. Doch während der Regen durch Neapels Straßen peitscht, will bei Inspektor Lojacono so gar keine heitere Stimmung aufkommen ..


Erscheinungstermin 26.08.2016



Der Autor

Maurizio de Giovanni


Maurizio de Giovanni
© Mario Spada

Maurizio de Giovanni wurde 1958 in Neapel geboren, wo er auch heute noch lebt. Er studierte Literatur und hat lange Zeit als Banker gerarbeitet. «Das Krokodil», der erste Fall in der Serie um Inspektor Lojacono, wurde 2012 mit dem wichtigsten Preis für italienische Kriminalromane, dem Premio Scerbanenco, ausgezeichnet. "Frost in Neapel" ist der vierte Fall um Lojacono und seine Kollegen von Pizzofalcone. Maurizio de Giovanni ist einer der erfolgreichsten lebenden Krimiautoren Italiens. Seine Bücher werden in zahlreiche Länder verkauft, unter anderem nach Frankreich, England und in die USA.




Quelle: Rowohlt Verlag



"So dürfte gerne jeder meiner Arbeitstage verlaufen!"

Gestern Abend war wieder toller Besuch in dem Restaurant, wo ich meine Brötchen verdiene.
Bastei Lübbe brachte Shari Lapena mit, die im Rahmen der lit.COLOGNE in Köln zu Besuch ist.
Am 15.03.2017 wird sie ihr Buch "THE COUPLE NEXT DOOR" vorstellen.
Hier der Link zur Veranstaltung: https://www.lit-cologne.de/programm/litcologne/shari-lapena-und-claudia-michelsen-wie-gut-kennen-sie-ihre-nachbarn/5bd5cf46de587e589c142527e205bcb3/

Ich habe die Gruppe gestern Abend auch bedienen dürfen und feststellen können, das Shari Lapena 
eine sehr nette und liebe Person ist. Sie war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Ein Grund, weshalb ich ihr Buch auf jeden Fall noch lesen und rezensiere werde. Der Verlag überreichte mir, freundlicherweise, die drei Bücher die auf dem Foto zu sehen sind, plus die Krimiwelt-Kaffeetasse,
Krimiwelt-Magnete und den Krimiwelt-Schlüsselanhänger.

Die Beschreibungen zu den Büchern könnt ihr unten lesen.

Ich danke Bastei Lübbe für die mir zur Verfügung gestellten Büchern
und Shari Lapena für eine schöne Begegnung.






CLARE MACKINTOSH (AUTOR)

ALLEINE BIST DU NIE

PSYCHOTHRILLER
Zoe Walker führt ein komplett durchschnittliches Leben in einem Londoner Vorort: Sie ist geschieden, hat zwei Kinder und einen langweiligen Job. Eines Tages entdeckt sie auf dem sonst so ereignislosen Heimweg ein Foto von sich in der U-Bahn, daneben eine ihr unbekannte Telefonnummer. Bloß eine harmlose Verwechslung? Zoe ahnt, dass es hier um mehr gehen muss. Doch noch weiß sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt – und wie bald sie alles zu verlieren droht, was sie liebt …
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: THRILLER
447 SEITEN
ERSTERSCHEINUNG: 13.01.2017

THE COUPLE NEXT DOOR

THRILLER
ÜBERSETZT VON RAINER SCHUMACHER  
Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer. 
Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird …

Verlag: BASTEI LÜBBE
Genre: THRILLER
350 SEITEN
ERSTERSCHEINUNG: 16.03.2017



DAS MÄDCHEN IM DUNKELN

PSYCHOTHRILLER
ÜBERSETZT VON ANKE ANGELA GRUBE  

SEINE FREUNDE SOLLTE MAN SICH GUT AUSSUCHEN – SEINE FEINDE NOCH BESSER …
Als Karen Brown ihre neue Patientin zum ersten Mal sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall: eine gelangweilte Frau, die ihren tristen Alltag mit einer heimlichen Affäre aufpeppt. Doch schon nach ihrem ersten Gespräch hat Karen das Gefühl, dass Jessica geradezu besessen ist von der Ehefrau ihres Liebhabers. Als wenig später die Leiche jener Frau gefunden wird, steht die Polizei vor Karens Tür. Sie gilt als dringend mordverdächtig. Karen ahnt, dass Jessica sie nicht zufällig ausgewählt hat – und dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen …

Verlag: BASTEI LÜBBE
Genre: THRILLER
431 SEITEN
ERSTERSCHEINUNG: 16.02.2017

Quellen: https://www.luebbe.de (Verlag Bastei Lübbe)

Mittwoch, 8. März 2017

Rezension zu »Das Krokodil« von Maurizio de Giovanni

Klappentext des Buches: 



Sie nennen ihn das Krokodil. Er ist die perfekte Mordmaschine. Aber warum weint er, wenn er tötet?
Ein junger Mensch wird tot aufgefunden, kaltgemacht durch einen Schuss aus nächster Nähe. Den Täter nennt die Presse nur «das Krokodil». Weil er am Tatort ein Taschentuch mit Tränenflüssigkeit hinterlässt. Weint er Krokodilstränen um sein Opfer? Und weil er, wie das gleichnamige Raubtier, eine perfekte Mordmaschine ist. 
Inspektor Lojacono wurde von Sizilien nach Neapel strafversetzt. Jetzt sitzt er in einem tristen Polizeibüro und dreht Däumchen. Bis die schöne Staatsanwältin Laura Piras sein Talent erkennt und ihn mit dem Fall betraut. 
Und so treffen sie in einem morbiden Neapel aufeinander: Der Inspektor und der Killer. Ein neues Kapitel des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse hat begonnen. 

Wenn ihr jetzt denkt, es würde nur einen Mord geben in dem Buch, dann täuscht ihr euch. Der Killer macht weiter und Lojacono gerät unter Zeitdruck, um dem Killer die Möglichkeit zur nächsten Tat zu nehmen. 

Dieser Krimi zeichnet sich durch absolute Konzentration auf das Wesentliche aus. Der Leser wird nah an den Fall gebracht und auch an die Sicht von Ermittlern, Opfer und Täter. Das Private Leben der Ermittler wird hier zwar auch angeschnitten, überlagert aber nicht das Hauptgeschehen. Das ist mir persönlich halt immer wichtig.

Maurizio de Giovanni schreibt sehr klar und einfach. Mir gefällt sehr gut, dass er seinen Protagonisten keine »Superkräfte« gibt und auch ohne »special Effects« auskommt, im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die das selten gut hinbekommen. 

Neapel’s Atmosphäre und die dort lebenden Menschen werden so beschrieben, das der Leser es sich sehr gut vorstellen kann, man kann es sogar fühlen. Die Zeichnung der Protagonisten ist ausführlich genug, um der Handlung zu genügen, aber auch nicht zu lang, der Krimi läuft nicht Gefahr langatmig zu werden. 

Der Verlauf des Falles ist absolut nachvollziehbar und wirkt nicht krampfartig konstruiert. Sehr interessant ist auch, wie die Worte des Täters dargestellt werden, wenn er mit seinem »Liebes« kommuniziert (hier will ich aber nicht zuviel verraten).
Die Motive aller Protagonisten sind absolut menschlich, man kann es verstehen, auch wenn die daraus folgenden Taten natürlich nicht immer richtig sind.

Auch wenn der Autor ohne viel Blut auskommt, ist es im Gesamten doch grausam und schockierend, was der Killer da in Neapel anstellt, Maurizio de Giovanni weiss wie er Leser an den Gefühlen packt und schockiert zurücklässt nach diesem, auch düsteren mit Melancholie behafteten, Krimi.

Diesen Krimi empfehle ich natürlich als erstes allen Krimi-Fans, da er ein Paradestück für dieses Genre darstellt, meiner Meinung nach. Mich hat er so überzeugt, das ich diese Woche noch in der Buchhandlung meines Vertrauens, den zweiten Fall dieser noch recht jungen Reihe kaufen werde.

Die Bewertung dieses Krimi’s fällt mir nicht schwer, nach so viel Lesespaß:

5 satte Sterne

Wünsche euch das ihr dieses Buch auch lesen werdet.

Liebe Grüße


Euer Weltenwandler

Dienstag, 7. März 2017

Rezension zu "Totenrausch" von Bernhard Aichner



Titel: Totenrausch
Autor: Bernhard Aichner
Erscheinungsdatum: Januar 2017

Lange musste ich warten bis ich den 3. Teil der Blum-Trilogie endlich in den Händen halten durfte. Und als ich das Buch dann endlich erhielt, war es auch zu schnell ausgelesen.
In diesem letzten Teil der Trilogie ist Blum mit ihren Kindern auf der Flucht wegen der der von ihr begangenen Morde. Sie möchte vor allem für ihren Kindern ein sicheres Zuhause finden. Ihr erstes Ziel die norwegischen Lofoten entpuppen sich schnell als keine gute Wahl, weshalb sich Blum dazu entschließt mit den Kindern nach Hamburg zu reisen, um dort ihr Glück zu finden.
Aufgrund ihrer beschränkten Geldmittel kein leichtes Unterfangen. In Hamburg kommt sie dann in Kontakt mit dem Rotlichtmilieu, durch welches sie hofft, neue gefälschte Papiere zu erhalten. Dabei gerät sie an den Zuhälter Schiele, dem sie aus Verzweiflung anbietet, für diesen jemanden zu töten wenn dieser Papiere für Blum und die Kinder organisiert. Damit gerät sie in die in einen Strudel von Konflikten mit sich selbst und den Zuhälter Schiele.

Um aus dieser ganzen Situation wieder heraus zu kommen, muss Blum all ihre Kreativität aufbringen, denn mit Schiele ist nicht zu spaßen, er ist zu mächtig als einer der Großen auf dem Kiez. Ob das alles zu einem Happy End kommt, müsst ihr selber herausfinden.

Zu Bernhard Aichner’s Sprach- und Schreibstil muss ich nichts mehr schreiben, dass habe ich wiederholt in den Rezensionen der ersten beiden Bücher getan.
Er ist wie immer rasant, dramatisch und konsequent was das betrifft.

Es war wieder mal durchweg spannend und finde die Geschichte als Abschluss der
Trilogie sehr gelungen.Hier kommen alle Facetten von Blum, wie wir sie kennen, zum Vorschein, von gefühlvoll bis eiskalt. Und man erfährt, zu was eine liebende Mutter fähig sein kann, um ihre Kinder zu schützen. Ich konnte es sehr gut nachempfinden. Auch den Hass auf so Typen wie den Zuhälter Schiele oder seiner Untergebenen, konnte ich in mir fühlen. Es ist schon verrückt, was man bei einem Buch empfinden kann, wenn es gut geschrieben ist, da hat man Sympathie mit einer Mörderin, auch wenn ihre Motive in der Vergangenheit fast ehrbar waren, ist es doch schließlich ein Verbrechen. Das ist wohl der Helden-Effekt, den man in so manchen Filmen hat, wenn dieser »schlechte« Menschen killt.

Diese Trilogie im Gesamten kann ich sehr empfehlen, gerade wenn man auf das Gefühlsleben von Protagonisten und aber auch Thrill steht. Rundrum beste

Unterhaltung, ohne schwer zu wirken.

Totenrausch bekommt selbstverständlich 5 Sterne

Denn Ende gut, alles gut! :)



PS: Freue mich schon auf den nächsten Titel von Bernhard Aichner. Es wird sein erster Einzeltitel, ein Thriller wieder ;)

Rezension zu "Beides sein" von Ali Smith



Autor: Ali Smith
Titel: Beides sein
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Luchterhand

Beschreibung:»Beides sein« ist ein Roman über die Gegensätze von Mann und Frau, von Leben und Tod, von Vergangenheit und Gegenwart und über die Sehnsucht, diese Gegensätze zu vereinen, da sie erst vereint ein Ganzes bilden.

»Beides sein«, das sind zwei Geschichten, die ein Ganzes bilden: Da ist die Geschichte von George, einem Mädchen von heute, das um seine ganz plötzlich verstorbene Mutter trauert. George hält ihre Erinnerungen fest, vor allem die Reise nach Italien, als sie mit ihrer Mutter und ihrem kleineren Bruder Henry den Palazzo Schifanoia in Ferrara besuchten, der mit Fresken ausgemalt ist.

Der Künstler der schönsten Fresken in diesem »Palast gegen die Langeweile« aus dem 15. Jahrhundert war Francescho del Cossa. Diese Erinnerungen, die Entdeckung des Sehens und Beobachtens und eine Freundschaft bringen George langsam wieder ins Leben zurück.

Und dann ist da das Leben von Francescho del Cossa, dem Renaissancekünstler, dessen Werdegang zum Hofmaler bei Borsa d’Este alles andere als einfach war und dessen ungewöhnliche Geschichte auf verblüffende, höchst vergnügliche Weise auf die des Mädchens George trifft …
Quelle: www.randomhouse.de

Diese Klappentext des Buches, beschreibt die Handlung so gut, dass ich dem wirklich nichts hinzuzufügen habe. Schließlich möchte ich nicht Spoilern.

Sprache und Erzählstil sind hier wirklich erfrischend neu. Ich habe so es noch in keinem Buch vorher erlebt, das ein Autor so mit Sprache spielt und so extrem Zeiten und Stile fast schon provozierend, dem Leser um die Ohren haut :). Anfangs war ich verwirrt und ehrlich gesagt ein wenig genervt, das gewisse Vorkommnisse oft wiederholt wurden, doch dann verstand ich erst, was Ali Smith da eigentlich tat. Sobald man es versteht, entsteht Spannung nicht nur durch die Handlung der Geschichte, sondern manifestiert sich auch in den verschiedenen Varianten der Verwendung Sprache und Stilmittel. „Wie weit geht sie? Was kommt da noch?“

Das Buch ist eigentlich in 2 Hälften geteilt. In der ersten Hälfte erfährt der Leser die Geschichte von George, einer 16 jährigen die noch in Trauer um ihre Mutter lebt. Im zweiten Teil geht es um Francesco del Cossa, einen Renaissancekünstler und dessen Lebensweg. Ali Smith schafft es tatsächlich ohne kitschig zu werden, eine feine Verbindung zwischen deren beider Leben zu schaffen.

Beide Geschichten für sich alleine sind schon eines Buches wert. Humor kommt hier nie zu kurz, verbunden mit lehrreichen und weisen Worten. Auch regt die Geschichte zur Selbstreflexion an, hier eine Passage die mir zum Beispiel sehr gefiel:

„Ist Wert dasselbe wie Geld? Ist das ein und dasselbe? Ist Geld das, was wir sind? Wie viel Geld wir machen, bestimmt das darüber, wer wir sind? Was bedeutet das Wort machen? Sind wir, was wir machen?“

Die beiden einzelnen Geschichten sind gut nachzuvollziehen und in sich logisch und realistisch dargestellt. Die Verbindung der beiden, vielleicht nicht so, aber wen kümmert es? Es ist schließlich ein Roman, und damit Fiktion, ich finde das toll!

Ich liebe dieses Buch, das mich sehr gut unterhalten hat. Trotz meiner starken Schmerzen nach einer Zahnoperation habe ich es in meinen freien Minuten verschlungen. Es ist ein einzigartiges Buch, und macht es zur Pflichtlektüre für alle neugierigen Leser. Man muss kein Kunstliebhaber sein um es zu verstehen, aber es kann Lust auf Kunst machen. Da es einen kleinen Einblick gibt, worauf es in der Kunst ankommt, ob als Schaffender oder Betrachter eines Gemäldes oder von Fresken.

Ich kann jedem empfehlen dieses Buch zu lesen, es ist ein Erlebnis.
Wer dieses Buch verpasst, verpasst ein Goldstück!

Von mir gibt es auf jeden Fall 5 Sterne!

Ich danke dem Luchterhand Verlag für dieses Rezensionsexemplar sehr.

Liebe Grüße und viel Spaß mit diesem Buch,

Der Weltenwandler

Rezension " Für immer tot" von Bernhard Aichner





Tilda, die Stiefmutter von Max Broll, wird entführt und an einem unbekannten Ort lebendig begraben. Der einzige Kontakt zur Aussenwelt, ist ein Mobil-Telefon, welches zu Tilda gelegt wurde und dessen Pendant, vom Entführer in Max Broll’s Wohnung platziert wurde.
Tilda glaubt, Leopold Wagner als Entführer erkannt zu haben. Diesen hatte Tilda Jahre zuvor hinter Gitter gebracht und vermutet einen Racheakt.
Doch Paul, Tilda’s Kollege bei der Polizei, berichtet das Leopold Wagner noch einsitzt, und es unmöglich gewesen sein könnte.
Da die Ortung des Handys von Tilda, ein sehr grosses Gebiet umfasst, entschliesst sich Max mit seinem besten Freund Baroni, zu dem Gefängnis in dem Leopold Wagner einsitzt, zu fahren, um Tilda’s und Pauls Aussagen zu prüfen. Denn er glaubt Tilda, im Gegensatz zur Polizei. Da Tilda berichtet das sie nur wenig zu trinken hat, und keine Nahrung, läuft die Zeit ab, um sie noch lebend zu finden.
Max und Baroni ist fast jedes Mittel recht, sie müssen an Ihre Grenzen gehen,
doch das hat auch Konsequenzen.
Es geht um das Leben und den Tod, nicht nur von Tilda.

Dieser zweite Teil der Max Broll Reihe ist eine grandiose Steigerung,
zu dem klasse Start der Reihe. Zu dem Schreibstil muss ich, da sich Bernhard Aichner hier treu bleibt, wohl nichts mehr schreiben. Ich mag diese einzigartige Schreibe.
Was ich für fast unmöglich gehalten habe, ist die enorme Wucht von Spannung, die in diesem Buch auf mich zukam. Als Krimi kann man es nicht bezeichnen, es ist ein hochgradiger Psycho-Thriller. Eine spannende Szene nach der anderen, Ereignisse überschlagen sich. Bedeutet, die rasante Story, plus dem Schreibstil von Bernhard Aichner, machen diesen Psycho-Thriller zu einem Formel 1 Buch, Vollgas am Limit. Das Wort Langeweile, ist hier in dieser Welt nicht vorgesehen.
Die Geschichte zog mich in Ihrem Bann, ich fühlte alles mit, als hätte ich Max begleitet, nicht als Leser sondern als Protagonist. Und das alles, obwohl ich, als ich zu Beginn las worum es gehen wird, sehr skeptisch war. Denn ich habe schon einige Crime Serien und einen Film, mit ähnlicher Szenerie gesehen, in denen ein Mensch lebendig begraben wurde, und gefunden werden musste. Die waren alle mittelmässig bis schlecht. Doch schon nach einigen Seiten, war ich sehr überrascht und begeistert, was Bernhard Aichner hier wieder hinbekommen hat, eben anders zu schreiben, einzigartig. Obwohl ich schon einige Bücher von ihm gelesen habe, ist das Erlebnis immer wieder neu.

Dieses Buch ist spitze, der Hammer. Ich bin süchtig nach Max Broll und Baroni. Ich kann nur empfehlen, wenn man spannende Krimi’s und Thriller mit Tempo mag, diese Reihe unbedingt zu lesen.

Bewertung: 5 Sterne+

und nicht weniger, denn dieses Buch hat alles, was mir Spaß macht, plus den Überraschungsfaktor!


LG Euer Weltenwandler

Rezension zu "Die Schöne und der Tod" von Bernhard Aichner




Titel: Die Schöne und der Tod - Max Broll-Reihe Teil 1
Autor: Bernhard Aichner
Erschienen: 11.04.2016 im btb-Verlag
Genre: Kriminalroman

Max Broll lebt als Totengräber in einem kleinen Dorf, in Österreich. Er arbeitet auf dem örtlichen Friedhof als Totengräber. Lebt ein beschauliches Leben und erfreut sich an Dingen, wie einer Sauna-Gruppe, die sich in der selbstgebauten Sauna entspannt. An einem gemütlichen Sonntag, bekommt er einen Anruf seiner Ex-Freundin, Emma, und wie so oft im Leben, ist das der Anfang allen Übels. ;) (Sorry der musste sein).

Die Schwester von Emma, Marga, hat sich durch einen Sprung aus einem Wohngebäude umgebracht. Max Broll soll schon einmal ein Grab ausheben, da Marga schon bald, in ihr Heimatdorf, von Wien überführt werden soll. Dieser macht sich an die Arbeit, und die Beerdigung findet statt, mit tragischen Szenen.

Womit aber niemand gerechnet hat, das Max das Grab, tags drauf, noch einmal öffnen muss. Er hat beim Graben in diesem, seine Uhr verloren, uns muss feststellen, das Marga‹s Leiche über Nacht verschwunden ist. Die Kripo, bei der auch die Stiefmutter von Max,Tilda, arbeitet, wird eingeschaltet. Bald verschwindet auch der Gemeinde-Arbeiter Dennis, welcher Max beim Graben, immer zur Seite stand.

Max macht sich auf die Suche, mit Hilfe seines besten Freundes im Dorf, Baroni, denn niemand stiehlt Max Broll eine Leiche, von seinem Friedhof! Auch wenn die Polizei ihm deutlich macht, dass er sich rauszuhalten hat. Max Broll lässt sich von niemanden aufhalten, der sture, sympathische Totengräber.

Das Cover ist klasse, der btb-Verlag und der zuständige Designer haben hier ganze Arbeit geleistet. Auch bei den folgenden Büchern, dieser Reihe ist der Stil sehr ähnlich und sehr gelungen. Für die Cover, schon einmal 5 extra Sterne.

Nun zum Schreibstil. Diese Reihe gibt es ja schon seit 2010, bedeutet, dieses Buch wurde lange vor den Beginn der »Blum-Trilogie« geschrieben, zumindest die ersten 3 Teile der Max Broll-Reihe. Ich selbst hatte bisher erst »Totenfrau« und »Totenhaus« mit Begeisterung, gelesen.

Beim Lesen erkannte ich den Schreibstil von Bernhard Aichner sofort wieder. Er war schon 2010 ein toller Autor, mit seinen ausdrucksvollen und kurzen Sätzen. Selbst, bei einzelnen Wörter wie »Sau« (als Beleidigung gemeint), die in Dialogen geschickt gesetzt sind, spürte ich darin die ganze Wut und Abscheu von Max Broll, gegenüber seines Gesprächspartners.
Das Buch enthält einen großen Teil von reinen Dialogen, die, mich sehr intensiv erreichten, weshalb ich die Gefühle der Protagonisten oft sehr intensiv nachempfinden konnte.

Bernhard Aichner versteht es, Figuren zu erschaffen, die einzigartig und mit starken Charakter dargestellt sind. Durch die Erzählweise werde diese ausführlich beschrieben.
Es sind Personen, wie sie im realen Leben existieren, nur nicht so aalglatt, das sie austauschbar wären.

Einen Protagonisten wie Max Broll findet man nicht so leicht noch einmal in der Literatur. Er ist einzigartig, wie ein Odysseus von Homer, er stellt sich dem Leben, bleibt sich selbst treu, vertraut seinem Instinkt in seinem Kriminal-Abenteuern. Dieser Charakter hat den nötigen Wiedererkennungswert, um Leser zu begeistern und in deren Köpfen zu bleiben, diese zu begeistern.

In dem Buch sind sämtliche Gedanken, Wörter und Handlungen vorstellbar, also sehr real geschrieben. Die Protagonisten sind nicht perfekt, oder als Superhelden dargestellt. Der Verlauf der Handlung ist logisch und so spannend geschrieben das ich das Buch mit kleinen Pausen in einem Zug, durchgelesen habe. Der Spannungsbogen ist stimmig und stramm. Aber Achtung, dies ist kein Thriller! Ein Krimi lebt, meiner Meinung nach davon, dass die Handlung immer nah am Geschehen, dem Verbrechen, vollzogen wird. Die Ermittlung steht hier im Vordergrund. Und Max Broll ist ein schlauer, sympathischer, wenn auch sturer Brummbär, als Ermittler, mit privaten Momenten, aber doch mit dem Fall sehr beschäftigt. Eine tolle Balance wurde hier gefunden.

Dieser Start der Max Broll Reihe ist ein sehr guter Start. Jetzt weiss der Leser über das Leben und die Umgebung von Max Broll ausführlich Bescheid. Der erste Fall ist abgeschlossen und man freut sich auf das nächste Buch der Reihe. Was mag da wohl kommen. Ein Vergnügen.

Fazit, es hat sehr viel Spass gemacht, und ich freue mich auf den 2. Teil, der schon bereits neben mir liegt. Ich habe tatsächlich nichts vermisst, beim Lesen dieses modernen Krimi’s. Darum gibt es auch 5 Sterne, selbst wenn mir angekündigt wurde, das die weiteren Teile noch besser werden. Naja, dann gibt es bald eben hier auch + und ++ :)

Also nochmal 5 Sterne

Ich empfehle dieses Buch und die Reihe, eh jedem Fan der Blum-Trilogie.
Aber auch, wer Bernhard Aichner noch nicht kennt, sollte sich dieses Vergnügen nicht entgehen lassen.

Ich bedanke mich bei dem btb-Verlag der Randomhouse-Verlagsgruppe, für das Rezensionsexemplar.

Und ich bedanke mich bei Bernhard Aichner für die tollen Lesestunden.


LG Euer Weltenwandler

Rezension zu "Flavia de Luce-Mord im Gurkenbeet" von Alan Bradley






Autor: Alan Bradley

Titel: Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet, 1. Teil der Reihe

Erscheinungsdatum: 2009

Genre: Kriminalroman FSK ab 12 Jahre ;)


Flavia lebt mit ihrem Vater, 2 Schwestern, einer Köchin und einem Gärtner (wenn er gerade nicht Chauffeur ist), auf Buckshaw, dem Sitz ihrer Familie seit langer Zeit. Eines morgens, findet sie beim durchschreiten, vom Gurkenbeetes des Hauses, einen sterbenden Mann, der ihr nur ein einziges Wort, mit letzter Kraft sagt: »Vale«.

Die Polizei wird gerufen und übernimmt den Fall. (Denken diese). Denn Flavia, ist intelligent, vorwitzig und nicht zu stoppen. Sie macht sich ihre eigenen Gedanken und handelt zielstrebig, um herauszufinden, was wirklich passiert ist. Dabei ist die, Tatsache das sie eine kleine Giftmischerin ist, ihr eine große Hilfe.

Dieses Buch mochte ich sehr, da ich britische Krimi’s schon immer liebte. Flavia ist eine Protagonistin von ca 11 Jahren, die mit ihren Worten und Handlungen, nicht nur die Personen im Buch erstaunt, sondern auch den Leser. Ich habe viel gelacht, der Humor ist typisch englisch und erfrischend. Der Schreibstil ist wirklich einfach und gut zu verstehen, die Sprache ist nicht kompliziert. Trotzdem ist es durchweg sehr spannend, da man nie weiss, was auf einem zukommt, was Lustiges oder eine spannende Wendung mit guten Cliffhängern. Flavia muss man einfach gern haben mit all ihren positiven und frechen Eigenschaften.

Alan Bradley hat da eine tolle Reihe gestartet 2009, die Leser jeden Alters ab 12 begeistern kann. Besonders Liebhaber von Agatha Christie etc., kommen auf ihre Kosten. Denn Tee wird hier viel ausgeschenkt. Die Geschichte spielt in den 50ziger- Jahren, wird also nicht von zuviel technischen Mitteln wie Computern etc. belastet. Hier geht es einfach nur klassisch um den Mord, und die Ermittlungen dazu, mit menschlicher Natur.

Ungereimtheiten habe ich nicht gefunden. Ich suche auch nie danach, analytisches Lesen, mag ich halt nicht. Es hätte schon offensichtlich sein müssen. Aber da gab es nichts. Denke, darauf konnte sich Alan Bradley auch sehr gut konzentrieren, da er sich ganz auf die Geschichte zum Fall konzentrierte ohne große Abschweifungen.

Dieses Buch hat mir viel Vergnügen bereitet, weshalb ich die weiteren 6 Teile auch lesen möchte. »Möge diese Reihe ewig sein, und sich vermehren« :)


Kurzer Satz aus dem Buch:
Flavia:« Vater schaute mich die gesetzlich vorgeschriebenen vier Sekunden über seinen Brillenrand an, ehe er sich wieder seinen klebrigen Kostbarkeiten widmete.«
Ich denke dieser Satz, ist ein gutes Beispiel für den tollen Humor in dem Buch.

Gerne gebe ich diesem Buch 4 Sterne.

Freue mich auf ein Wiederlesen mit Flavia.


Euer Weltenwandler

Rezension zu "Der Keller" von Minette Walters






Autor: Minette Walters

Verlag: Goldmann-Verlag

Erscheinungsdatum: Mai 2016



Muna hat seit langem nichts anderes mehr gesehen als die Räume in dem Haus der Familie, die sie als Sklavin hält, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt, sie benutzt und auch als Sündenbock hinstellt. Sie wird für vieles mit köperlicher Gewalt bestraft, ob sie etwas falsch gemacht hat oder halt nur ein Familienmitglied gerade schlechte Laune hat. Diese Familie hat Muna aus einem Kinderheim, unter Angaben falscher Tatsachen »gestohlen«. Yetunde, die Mutter und Ehefrau in dem Haushalt, gab sich als Schwester der verstobenen Mutter von Muna aus.
Dann verschwindet Abiola, der leibliche Sohn der Familie. Die Eltern kontaktieren die Polizei, die ins Haus kommt. Muna, die entgegen der Annahme der Familie, nicht dumm ist, ergreift ihre Chance, und ein Spiel um Leben und Tod beginnt.

Es ist das erste mal, das ich Minette Walters gelesen habe, zum einem wegen des Klappentextes und zum anderem aufgrund der Rezension von: http://nisnis-buecherliebe.blogspot.de

Ich habe ca 6 Stunden durchgelesen, da ich wegen der ordentlichen Spannung und der Geschehnisse, die oft unerwartet passierten, gar nicht anders konnte. Der Schreibstil hat es mir da einfach gemacht. Nichts Kompliziertes, dass ich zweimal lesen musste, keine unlogischen Momente. Der Titel des Buches passt auch perfekt zur Handlung im Buch, was ja nicht immer der Fall ist, wie ich schon feststellen musste in der Vergangenheit.

Dieser Psychothriller ist wirklich für jeden Leser, der dieses Genre mag, ein toller »Quickie« mit seinem nur ca 200 Seiten. Die Psychospiele sind gut ausgearbeitet. Und auch mit der Psyche vom Leser wird hier gearbeitet. Wie das geschieht, solltet ihr selbst herrausfinden, denn das Vergnügen will ich niemanden nehmen, indem ich zuviel verrate.

Fazit, es ist ein sehr guter Psychothriller, knackig und erfrischend. Langweilen wird sich niemand, denn die lässt Minette Walters nicht aufkommen. Sie verzichtet auf unnötige Beschreibungen von »Blumenbeeten« ;), das eben alles kompakt macht.

Minette Walters steht ab sofort auf meiner Beobachtungsliste :)

Darum vergebe ich an diesen Psychothriller 4 Sterne!

Ich wünsche euch auch viel Vergnügen mit dem Buch


Euer Weltenwandler

Rezension "Die Falle" von Melanie Raabe


Autor: Melanie Raabe
Titel: Die Falle

Linda Conrads lebt zurückgezogen in ihrem Haus, das sie seit 11 Jahren nicht verlassen hat. Sie arbeitet als erfolgreiche Schriftstellerin und die einzigen menschlichen Kontakte, sind berufsbedingt oder ihre Angestellten im Haus. 

Als sie einen Nachrichtenbeitrag im Fernsehen schaut, erstarrt sie. Sie erkennt in dem Journalisten Victor Lenzen, den Mann, den sie kurz sah, als dieser damals vor 11 Jahren, aus Annas Wohnung, Lindas Schwester, floh. Anna wurde erstochen. 

Linda schmiedet einen Plan mit den Mitteln einer Autorin, um Victor Lenzen in ihr Haus zu locken, diesen zu überführen. Sie braucht endlich eine Antwort auf das »Warum«, denn all die Jahre quält Linda schon diese Frage.

Unter anderem schreibt sie Thriller »Blutschwestern«, in dem sie alle Geschehnisse von damals mit einbringt, obwohl »Thriller« nicht ihrem Genre entspricht. Parallel macht sie sich mit Verhörtechniken vertraut, alles in Erfahrung zu bringen, was es über Victor Lenzen zu wissen gibt. Die Falle wird platziert. 

Ein psychologisches Schachspiel beginnt, und Victor Lenzen, spielt nicht in einer Amateurliga. Es gleicht mehr dem Finale einer Meisterschaft von Großmeistern auf beiden Seiten.


Im Buch schreibt Melanie Raabe nicht nur ein Buch, sondern gleich 2 Thriller parallel, denn der oben genannte Thriller »Blutschwestern«, wird auch sehr spannend erzählt. Eine tolle Idee, die dafür sorgt, dass der Leser fast gar nicht zur Ruhe kommt. Die Spannung ist stets präsent. 

Die Mittel die Melanie Raabe einsetzt, sind sehr kreativ und unerwartet. Sie lässt den Leser Ereignisse als geschehen glauben und löst sie aber dann wieder auf. So verunsichert sie uns Leser, ähnlich wie Linda im Interview Victor Lenzen verunsichern möchte, mit der erlernten Verhörmethode eines Spezialisten, mit dem sie das trainierte.
Dafür setzt Melanie Raabe, Lindas Störung sehr gut ein. Das macht es sehr realistisch und hinterlässt den Leser mit Gänsehaut und leicht Verstörungen zurück. Diese Unsicherheit, in die der Leser rutscht, wirkt wie ein Katalysator für die Spannung. Meine Nerven waren fast zum Reißen gespannt und zusätzlich spielte Melanie Raabe darauf noch Flamenco. 

Dieses Buch hat eine tolle Sprache und Schreibe, ist aber keine leichte Kost, die man mal eben so konsumiert. Die Feinheiten und die kompakten Informationen, verlangen Konzentration beim Lesen, trotz der sehr guten Verständlichkeit. Und diese Aufmerksamkeit verdient der Thriller auch, hier soll man nicht einfach satt werden, sondern in allen Einzelheiten genießen und mitfühlen. Wer während und nach dem Lesen, bei unerwarteten Geräuschen nicht zusammenzuckt, hat das Buch nicht verstanden, denn es weckt Urängste in uns. Das Leben ist ein Tanz auf dem Seil, ohne Sicherheitsnetz.

Die ganze Handlung ist sehr intelligent und schlüssig geschrieben. Wenn ich mich mal fragte: »Wie jetzt?«, folgte schnell das »Aha!«. Dieser Thriller fordert Geist und Körper zugleich. 

Ich muss schreiben, dieser Thriller ist einfach der Wahnsinn, vom Inhalt und wie ich mich beim Lesen oft fühlte. Oft war es, als ob ich die totale Orientierung verlor, und in dieser Unsicherheit, setzt Melanie Raabe dann an, um mit meinen Gefühlen zu machen, was sie auch damit erreichen will. Das die Spannung einen unter die Decke jagt, weil man es kaum aushält. Man fühlt mit, und das ist für mich immer einer der wichtigsten Punkte, wie ich ein Buch bewerte. Auch das die Liebesgeschichte, die dieser Thriller beinhaltet, hauchzart, aber nicht störend beschrieben wird, empfand ich als angenehm. Mit der Kompaktheit, ist der Thriller eben auch rasant, Langeweile ist hier nirgendwo zu finden.

Dieser Thriller von Melanie Raabe wird dem Wort »Thrill« zu 100% gerecht. Es gibt nichts, das ich auch nur im Geringsten aussetzen könnte. Ich wundere mich nur, warum es mir nie von anderen Thriller Fans empfohlen wurde, denn es gehört zu den wenigen Meisterwerken, die ich in dem Genre gelesen habe. Hier stimmt einfach alles!

Jeder sollte diesen Thriller lesen, wenn man das Genre mag, denn sonst entgeht einem ein großes Werk! Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht raus. Ich wünschte nur, dass ich mit Worten besser wäre, um diesem Buch gerecht zu werden. Aber ich denke, man versteht auch so, dass ich ab sofort ein Riesen Fan bin, und mich auf das neue Buch von Melanie Raabe freue, welches im Sommer 2016 erscheinen wird.

Also noch einmal: Dies ist ein Meisterwerk des Thrillers!

Meine Bewertung hier: 5 Sterne+ und nicht weniger!

Vielen Dank Melanie Raabe, dass du dieses Werk in einem Café in Köln-Ehrenfeld geschrieben hast, ;)

Vielen Dank der »Was liest du« Plattform, wo ich dieses Buch gewonnen habe und an der Leserunde teilgenommen habe zu diesem Buch.

Vielen Dank dem btb-Verlag und der Randomhouse-Verlagsgruppe, das sie dieses Rezensionsexemplar auf diesem Weg, zur Verfügung gestellt haben.


Euer Weltenwandler

Rezension zu "Locked in" von Holly Seddon




Titel: »Locked in«
Autor: Holly Seddon
Erscheinungsdatum: 14.03.2016

Alex Dale ist eine erfolgreiche Journalistin gewesen, bevor der Alkohol ihr Leben zerstörte. Sie verlor ihren Job bei der »Times«, ihren Lebensgefährten und ihr Kind. Sie recherchiert auf einer Wachkomastation als sie Amy Stevenson, dort liegend, erkennt. Amy wurde 15 Jahre zuvor als vermisst gemeldet, und schwer verletzt aufgefunden. Der Fall war landesweit in allen Nachrichten zu lesen. Die Umstände, die dazu führten, wurden nie ganz aufgeklärt. Alex entscheidet sich dazu, die Wahrheit zu ermitteln. Dazu muss sie auch ihren Ex kontaktieren, der bei der Polizei arbeitet, um an Informationen zu kommen. Dessen Begeisterung hält sich zunächst in Grenzen darüber. Gleichzeitig muss sie ihre Alkoholsucht, in den Griff bekommen. Denn sonst bleibt ihr nicht mehr viel Zeit zu Leben.
Jacob besucht Amy regelmäßig, er hat sich als »Ehrenamtlicher« im Krankenhaus verpflichtet, sich zu den verschiedenen Wachkomapatienten zu setzen, mit ihnen zu reden, auch wenn diese nur dort liegen, als würden sie einen ewigen Schlaf, schlafen. Aber sein Hauptinteresse gilt eigentlich nur Amy.  
Amy scheint nicht bei Bewusstsein zu sein, scheint! Gefangen in ihrem gelähmten Körper, ist sie es doch, wenn auch mit ganz anderen Zeitgefühl, und die Frage stellt sich, wird sie mit den Aussenstehenden eines Tages kommunizieren können!?
Auf der Station, lernen sich Alex und Jacob schließlich kennen, und Jacobs Rolle bringt Alex letztendlich auf einen Weg, der zur Lösung führen könnte.

Holly Seddon schafft es mit interessanten parallelen Handlungssträngen, verschiedene Spannungsbögen, im großen Ganzem, zu spannen. Keiner davon ist lasch und die Abfolge ist zeitlich auch gut gesetzt. Für mich ist es immer wichtig, das der Autor nicht zu viel ausschmückt, um ein Buch nicht langatmig zu machen, die Dosis entscheidet. Holly Seddon hat hier gute Arbeit geleistet, ich wurde in die Geschichte gezogen, und konnte es von Anfang bis zum Ende flüssig durchlesen.

Sehr gut empfand ich auch die Sprache, die hier verwendet wird, sicher nicht zu anspruchsvoll, aber zweckmäßig einfach und verständlich. Es ist ein Buch, das halt von der Geschichte lebt. Die Handlung ist logisch, mir ist kein Widerspruch in sich, aufgefallen. 

Tatsächlich erinnert mich die Geschichte vom Geschehen und Ablauf her an »Der namenlose Tag« von Friedrich Ani. Beide Hauptakteure, beschäftigen sich mit einem Fall in der langen Vergangenheit, und müssen sich gleichzeitig mit ihren persöhnlichen »Geistern« auseinandersetzen. Wobei Ani sicherlich die schönere Sprache und Schreibe hat. Trotzdem ist es Holly Seddon auch gut gelungen.

Das Buch ist wirklich gut gelungen und war jede Minute wert, die ich mit ihm verbrachte, auch wenn es mir am Schluss schwerfiel, was aber daran lag, da meine Mutter in dieser Zeit verstarb. Da sie zunächst einen Schlaganfall hatte, und dann auch teilweise verwirrt wirkte, konnte ich mir auch nicht sicher sein, ob meine Mutter wirklich bei uns war mit ihrem Geist. Da kamen schon Parallelen zum Vorschein. Da meine Mutter am Samstag gestorben ist, werde ich das leider nicht mehr erfahren. Zumindest hat sie, nach Aussagen der Ärzte nicht gelitten. 
Das Buch wirkte halt nicht künstlich dramatisiert, ob Wach-Komapatienten, tatsächlich dieses Bewusstsein haben, wie es über Amy geschrieben ist, weiss ich nicht. Ich hoffe das Holly Seddon, hier gut recherchiert hat. Es wirkte im Gesamten alles, als könnte sich die Geschichte auch im wahren Leben abspielen. 


 Mein Fazit zum Buch:

Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen. Da es eher eine Mischung von allgemeinen Roman und Kriminalroman ist, hat es sicher eine große Zielgruppe, und wird vielen Menschen auch zusagen.

Meine Bewertung: 4 Sterne von 5 möglichen, bedeutet sehr gut. 5 bekommen bei mir ja nur noch grandiose Werke ;)

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und das ihr meine Rezensionen lest.


LG euer Weltenwandler