Mittwoch, 30. März 2016

Rezension zu Ralf Wolfstädter's Pharma-Thriller "Svarogia"

Ich kannte Ralf Wolfstädter als Autor noch nicht, weitere Veröffentlichungen habe ich, zumindest hier auf Amazon,
auch nicht gefunden.
Um so erstaunlicher finde ich es, dass hier so ein komplexer und ziemlich umfangreicher Thriller präsentiert wird, der mich als
Genrefan die ganze Zeit bei der Stange gehalten hat.

Die Geschichte spielt in Deutschland und Russland und beginnt eigentlich recht harmlos mit ein paar Aktivisten, die sich in einem
kleinen Dorf in Bayern gegen ein Versuchsfeld mit genmanipuliertem Getreide engagieren. Das gehört einem russischen Konzern,
der aber auch in der Medikamentenforschung aktiv ist und dort das große Geld mit einem Mittel gegen Tuberkolose wittert. Die
Aktivisten gelangen an geheime Informationen und beginnen nachzuforschen. Schnell geraten sie in Gefahr als der Konzern auf
sie aufmerksam wird. Der nun folgende Ablauf von dramatischer Geschehnissen bringt sehr viele Menschen auf der ganzen Welt
in große Gefahr. Wer steckt hinter diesen Machenschaften und welche Ziele werden damit verfolgt? Die Aufklärung des Falls
verläuft dramatisch...

Der Thriller ist sehr gut und flüssig geschrieben, man verliert trotz der Komplexität und des Umfangs nie die Übersicht über das
Geschehen. Die Story ist jederzeit spannend und unterhaltsam, bis zum Ende. Sicher hätte man die eine oder andere Passage
im Buch auch kürzer fassen können, das tut dem Lesespaß aber keinen Abbruch. Der Autor schafft es, das fiktive Geschehen
zumindest nicht völlig unrealistisch erscheinen zu lassen. Ich habe mich von der Geschichte gefangen nehmen lassen und
konnte beim Lesen prima abschalten und entspannen, das macht für mich den Reiz eines aus meiner Sicht guten Buches aus.

Klare Leseempfehlung 5 Sterne

Euer Weltenwandler

Rezension zu Uwe Alexi's "Niemand wird Dich vermissen"

Und wieder mal überzeugt mich ein deutscher Selfpublisher mit einem Pharmathriller aufs Neue. Uwe Alexi schafft es, über das ganze Buch hinweg, die Spannung langsam aber stetig zu steigern und es dann einem Thriller gerecht enden zu lassen. Alles in diesem Thriller ist glaubhaft dargestellt und nachvollziehbar, eigentlich schon so realistisch, das man denkt er kopierte das ganze aus dem wahren Leben in sein Buch hinein. Ich kann nur hoffen das es nicht so ist, denn das wäre unheimlich. Einzelne Szenen passieren sicher so jeden Tag auf der Welt. Auch der Vorwurf an die Pharmaindustrie ist nicht übertrieben dargestellt und es ist nicht abwegig, das es so ähnlich schon wirklich passiert ist.

Dieser Thriller ist auf seine eigene Art und Weise geschrieben, er ist sicher auch ein Aufruf an die Leser, einmal darüber nachzudenken, in was für einer Gesellschaft wir Leben, und wie einzelne Menschen leiden, in der Welt in der wir Leben. Was zählt das individuelle Leben im der Welt des Kapitalismus noch? Aber da möchte ich jetzt nicht zu weit gehen. Finde es sehr gut, wie Uwe Alexi das in einem Thriller verpackt.

Der Schreibstil ist einfach, klar und Ausdrucksstark. Manche Szenen sind wirklich nichts für schwache Nerven, denn sie sind so detailliert geschrieben, das es wehtut, was an den ausführlichen Beschreibungen im gesamten Buch liegt. Der Autor hat wohl sehr gute Recherchearbeit geleistet, denn keine Stelle wirkt aus der Luft gegriffen.

Ich habe das Buch von Anfang bis zum Schluss sehr gerne gelesen und kann es wirklich jedem empfehlen der nicht immer dem Kommissar oder Detectiv braucht, denn die Rolle der Polizei ist hier untergeordnet. Hier geht es um den Mensch, seine Träume, seine Bereitschaft , wie weit er geht, diese zu erfüllen, um das Leiden, Liebe, Verlust, Loyalität , Macht, Geld und vieles mehr.

Fazit: Klasse Thriller!!!

Viel Spass beim Lesen

Rezension zu Bernhard Aichner's "Totenhaus"

Autor: Bernhard Aichner
Titel: Totenhaus (2. Teil der Blum-Trilogie)
Verlag: btb
Seiten 413
Erscheinungsjahr: August 2015

Um es vorweg zu sagen, Bernhard Aichner hat es wieder geschafft, Blum ist zurück mit der ganzen Wucht Ihrer Charaktere. Der Übergang vom ersten Band "Totenfrau" zu "Totenhaus" ist absolut flüssig und ohne Zweifel gelungen. FIRST LINE IS A WINNER!!!

In der Einführung wird der Leser sofort in eine dramatische Szene mit Blum geworfen, die schockiert und viele Fragen aufwirft. Sofort zurrt Bernhard Aichner den Gurt der Spannung fest, man wird praktisch richtig wachgerüttelt, als würde die Geschichte sagen: "Hey wach werden, Deine ganze Aufmerksamkeit gehört jetzt mir, Du hast keine Wahl!"

Wieder einmal begibt sich Blum erst mal auf eine Suche, nur diesmal nicht um sich zu rächen, sondern nach einem Teil Ihrer Vergangenheit. Es entwickelt sich, durch die Exhumierung eines Grabes in dem Blum Teile des Körpers eines Ihrer Opfer entsorgte und Blum entlarvt wird durch die Polizei in Innsbruck, eine Verstrickung mit Ihrer Suche. Blum gerät in ein Chaos von Gefühlen zwischen Vernunft, Wahnsinn, Liebe, Angst, Hoffnung, Hass. Blum wird gehetzt von zwei Seiten, nicht nur von den Behörden, sondern auch von dem was sie auf Ihrer Suche findet, oder wen sie alles findet. Das macht die Geschichte komplex und würzig zugleich.

Natürlich gibt es auch genügend Opfer auf der Strasse der Blum, sonst wär es keine echte Blum-Geschichte, aber es ist sehr überraschend wie diese Opfer zustande kommen, da verspreche ich Euch eine große Überraschung, natürlich werde ich hier nicht spoilern.

Bernhard Aichner bleibt wie erwartet seinen Schreibstil treu, den ich im Gegensatz zu vielen anderen, nicht als Tempomacher sehe sonder als Ausdrucksstark, zu der Ansicht steh ich und rücke da kein Zentimeter von ab, denn das Buch war, wie "Totenfrau" auch, wie ein sehr guter Wein, den ich langsam genoss, mir im Geist zergehen lies.

Der Spannungsbogen bleibt das ganze Buch durch erhalten und steigert sich stetig.

Der Autor lässt den Leser sich nie in Sicherheit wiegen, etwas wirklich zu wissen.Viele kleine Rätsel im grossen Kontext sind zu lösen, und fast bis zum Schluss bleibt vieles offen, durchweg spannend und knackig halt, aber auf eine sehr filigrane Art bis es zum grossen Showdown kommt, der dann ein grandioses Feuerwerk der Blum wird.Sie ist halt wieder da dich durchgeknallte Irre, willensstark,empfindsam, eiskalt wenn es nötig ist, leidend und liebende Mutter, zu allem Fähig um Ihren Willen durchzusetzen, komme da was wolle.

Ich hatte wieder dieses Gänsehautgefühl, wie auf der Lesung schon zu "Totenhaus", bei der ich aus beruflichen Gründen dabei sein durfte. Ich habe mitgefühlt, und das ist ja, wie Ihr von mir vielleicht schon wisst, für mich das wichtigste bei einem Buch, das es mich auf Gefühlsebene erreicht, am besten umhaut.

Den Schreibstil von Bernhard Aichner mag ich vom ersten Buch an schon, kann aber verstehen, wenn es nicht jedem zusagt, mein Vorteil ist wohl das ich ihn schon bei einer Lesung erleben durfte, und miterlebte, wie er die Sätze betont.

Ich habe das Buch von vorne bis hinten absolut genossen und mußte mich zwingen es nicht am ersten Tag komplett durchzulesen, denn ich wollte was davon haben, ich wusste es wird eine lange Zeit bis Teil 3 kommt, den Bernhard Aichner schon am schreiben ist.

Wichtig ist zu sagen das man "Totenfrau" unbedingt vorher gelesen haben sollte, um dieses Buch wirklich verstehen zu können, und sich ein Urteil darüber bilden darf.

Ich für meinen Teil bin immer noch ein grosser Fan von Blum, auch das dürfte aufgefallen sein in der Vergangenheit und ich bin sehr glücklich, das es "Totenhaus" wieder geschafft hat, das ich es auch sehr gerne bleibe.

Ich habe bisher nie Sterne oder so vergeben, möchte aber jetzt damit beginnen, denn auf anderen Plattformen scheint das der Orientierung dienlich zu sein.

Klare 5 Sterne

Viel Spass beim lesen wünscht euch

Euer Weltenwandler

Rezension zu Renee Knight's "Deadline"

Erscheinungsjahr: 2015
Seitenanzahl:347

Cover: Sehr schön gestaltet, den Titel in Schrift fast 3D zu gestalten, als wäre er in Sand geschrieben, und das die Oberfläche des gesamten Strandbereich auf dem Cover sich sandig anfühlt , passt zum Inhalt des Buches.

Genre: "Psychologischer Spannungsroman"

Das ist wohl ein neues Genre, welches sich der Goldmann Verlag ausgedacht hat, das mich sofort neugierig machte. Was würde mich erwarten. Ich freute mich sehr auf das Buch. Der Klappentext verspricht ein Buch das es in sich hat, mit viel Spannung und eigentlich dem Klappentext eines Psycho-Thrillers in nichts nachsteht.

Mich würde da ein zweiter "Psychologischer Spannungsroman" interessieren, um Vergleiche ziehen zu können,und ich fragte in der Buchhandlung danach, dort war dem Fachpersonal das neue Genre gar nicht aufgefallen, und man konnte mir leider nicht weiterhelfen, vielleicht gibt es ja auch noch kein anderes Buch in dem Genre. Aber da bleibe ich auf der Lauer.

Das Buch ist sehr klar geschrieben, so das man es in einem durchlesen kann, ohne ins stocken zu kommen. Nur hat man das Gefühl, die Autorin hat da eine Geschichte mit Hilfe eines fertigen Baukastensystem gearbeitet, aber nicht mit Gefühl und Herz, da fehlt irgendwie eine besondere Würze, was persönliches vom Stil des Schreibens, Liebe zu besonderen Details ist leider nicht zu finden. Ich hatte das Gefühl, Renee Knight hat versucht Spannung zu konstruieren, hat aber nur geschafft, das ich von ihrer Art und Weise, wie sie es versuchte, genervt war. Spannung ist für mich nicht, wenn etwas in der Vergangenheit passierte und dies verheimlicht wird vor anderen Protagonisten und dem Leser, das früh erwähnt wird im Buch, und erst spät im Buch dann erklärt wird. Auch dadurch wurde mir das Buch zu langatmig, erst ab ca Seite 100 kam etwas mehr Leben in die Geschichte. Spannung sollte generell auch in der Gegenwart einer Geschichte aufkommen, die fand ich hier leider so nicht.Die Gedankengänge und Handlungen der Protagonisten sind in dem Zusammenhang zu naiv, stolz und stur dargestellt, zuviel Salz in der Suppe. Die Geschichte wirkt eher tragisch und dramatisch.

Man kann dieses Buch mögen, wenn man seichte Geschichten mag. Ich denke das ich eine sehr hohe Erwartungshaltung hatte. Leider wurden die Erwartungen die ich persönlich an das Buch hatte, nicht erfüllt.

Euer Weltenwandler Peter

Rezension zu Nickolas Butler's "Shotgun Lovesongs"

Erschienen in Deutschland April 2015 als Taschenbuch

Oh Wow, kann man da nur sagen. Ich hatte mir dieses Buch bestellt mit der Erwartung von leichter, seichter, Lektüre. Einfach mal was anderes lesen nach so vielen Thrillern, runterkommen. Und dann wusste ich nicht wie mir geschah. Ein Buch mit solcher Kraft , fegte mich weg, haute mich um, mit einer noch nicht mal so einer spektakulären Geschichte. Denn das Geschehen in dem Buch ist uns allen nicht fremd, vieles vom Inhalte passiert uns allen, oder zumindest teilweise. Nicolas Butler haut es uns noch mal so um die Ohren, das man ans nachdenken kommt, zu reflektieren mit seinem eigenen Sein.

Er schafft es mit seinen Worten, den Leser zu berühren, in jeglicher Form, Mitgefühl manifestiert sich.

Themen wie Freundschaft, Heimat, Liebe und deren Entwicklung, werden, in verschiedenen Zeitabschnitten, erzählt. Hoffnungen und Ängsten stellt er da, die wir mit den Protagonisten teilen, was uns der Geschichte wohl so nah bringt, das wir uns mittendrin fühlen.

Es ist tatsächlich so gewesen, das ich gelacht habe, geweint habe und auch Gänsehaut hatte, die ganze Palette halt und das das mag ich, wenn ein Buch meine Gefühle, mein Herz, erreicht.

Der Titel führt ein wenig in die Irre, denn es ist kein Liebesroman, obwohl das Thema auch vorkommt, wie auch nicht, ist ja irgendwie in jedem Buch enthalten. Nein es ist die Geschichte von Freunden die zusammen aufwachsen und sich zusammen entwickeln, dabei Ihre Hochs und Tiefs haben und versuchen damit klarzukommen. Pures Leben, in einer Kleinstadt im Norden der USA, mit kleinen Ausflügen in Großstädte.

Dieses Buch ist ein sehr gutes Beispiel dafür, warum Lesen süchtig machen kann, es wird immer einen Ehrenplatz in meinem Buchregal haben, und ich werde es sicher auch oft verschenken, denn dieses Buch ist für jeden Leser eine Kostbarkeit, egal ob Frau oder Mann.

Nickolas Butler vielen Dank für diese tolle Geschichte!

Ich danke hier auch dem Heyne Verlag und der Randomhouse Verlagsgruppe die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Euer Weltenwandler Peter




Rezension von Harlan Coben's "Ich finde Dich"

Erscheinungsjahr in Deutschland: 2014 im Goldmann Verlag

Seiten im TB: 415

Genre: Thriller

Harlan Coben wurde mir von dem deutschen Thriller Autor "Uwe Alexi" ans Herz gelegt. Die "Randomhouse Verlagsgruppe Deutschland" war so nett mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Dafür erst mal ein herzliches Dankeschön.

Nun zum Buch. Gleich vorneweg, so liebe ich Thriller!

Gleich vom Anfang an gefiel mir der Schreibstil, welcher ohne Schnörkel, sehr klar und einfach zu lesen ist, trotzdem raffiniert den Leser schwebend in jedes Szenario führt, nah am Geschehen teilnehmen lässt, das man sich mittendrin wiederfindet, mitfühlt, und gleichzeitig wird eine feine und doch immer stärker werdende Spannung aufbaut, die im gesamten Buch erhalten bleibt.

Auch schafft es Harlan Coben mit Details so zu spielen, das sie der Story zusätzliche Würze und Genuss verleihen. Die Story ist glaubhaft, nachvollziehbar und hat den "Thrill" den ich mir von einem Thriller erwarte. Beim lesen vergisst man die reale Welt um sich herum und spürt das Leiden aber auch die Freude, und nicht zuletzt die Liebe der Protagonisten. Liebe und Sehnsucht spielen hier eine sehr große Rolle, und es zerreißt einem fast selbst, wenn man es liest.

Die Geschichte ist aus der Sicht des Hauptprotagonisten Jake Fisher geschrieben und ist kein klassischer Täter Ermittler Opfer Thriller, da die Polizei nur eine Nebenrolle hat. Sie spielt hauptsächlich im Osten der USA.Hier ist ein junger Professor auf der Suche nach, seiner verschwundenen großen Liebe, der er versprechen musste sie eben nicht zu suchen. Das Versprechen bricht er nach einem heftigen Ereignis. Und begibt in auf der Suche nach Ihr in eine Welt, die für einen Akademiker nicht gerade Alltag bedeutet. Ganz und gar nicht!!!

Diesen Thriller legt man nicht einfach so aus der Hand, er hat sehr grosses Suchtpotential. Auch Harlan Coben als Autor überzeugt so sehr, das ich ihn auf meiner persönlichen "Liebsten Autoren"-Liste stehen sehe, aber dafür wird erst noch ein Vergleichswerk bald von ihm gelesen.

Ein Künstler hat dann gute Arbeit geleistet, wenn das Herz, die Gefühle erreicht werden, egal auf welche Art und Weise. Harlan Coben hat das mit diesem Thriller 100% erreicht. Ich bedanke mich für diese Geschichte Mr. Harlan Coben, you did a fantastic job.

LG euer Weltenwandler

Rezension zu Jenny Blackhurst's Thriller"Die stille Kammer"


Auf diesen Thriller bin ich durch die sehr positiven Kommentare in einer Krimi-/ Thrillergruppe auf Facebook gekommen. Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich zwar sehr skeptisch das es mein persönlicher Geschmack sein könnte, aber Überraschungen habe ich diesbezüglich ja schon einige erlebt.

Also ab in den Buchladen und Thriller kaufen mit hohen Erwartungen. Habe mich darauf gefreut.
Es ist aber anders gekommen, denn genau wie bei jedem anderem Buch gibt es Leute die es mögen und andere die es nicht so sehr mögen.

Es ist so, für mich ist die Geschichte kein Thriller sondern eher ein Drama, denn der Thrill fehlte mir, bis aufs Ende, doch schon. Natürlich ergibt sich der sehr weibliche Schreibstil schon dadurch, das Jenny Blackhurst in der "Ich-Perspektive" aus der Sicht von Susan Webster schreibt. Das wäre ja auch in Ordnung, nur war es mir zu viel "der Mann sieht gut aus, der hat ein knackigen Hintern etc", dazu hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, das Jenny Blackhurst ein Psydonym von Jojo Moyes ist, und diese sich an einem Thriller versucht hat.

In einer Schlüsselszene macht es sich die Autorin auch zu leicht, und man hat das Gefühl, das sie auch nicht richtig wusste, wie sie es erklären sollte, und sich dann nicht mehr viel Mühe machte.
Leider kann ich die Szene nicht beschreiben ohne zu Spoilern, und das möchte ich auf keinen Fall.

Ich denke wer einen sehr guten klassischen Psychothriller erwartet, wird eher enttäuscht sein, obwohl die Story ist gut geschrieben, man kann sie sehr gut in einem durchlesen, und es ist auch nicht langweilig, und wenn man ein Drama oder Roman erwartet, ist sie sicherlich auch gut.

Ich bereue nicht es gelesen zu haben, nur die Begeisterung wollte leider nicht aufkommen.

LG Euer Weltenwandler Peter

Rezension zu Bernhard Aichner's "Totenfrau"

Bernhard Aichner hat mit "Totenfrau" einen Thriller geschrieben, der wirklich fesselt und den Leser die Möglichkeit gibt in sich selbst zu schauen. "Wie würde ich handeln? Warum ist mir Blum sympathisch? Ist Selbstjustiz richtig?......."

Der Schreibstil von Bernhard Aichner ist ist einzigartig, wird oft als telegraphisch bezeichnet, sollte aber so nicht verstanden werden finde ich. Die kurzen Sätze oder einzelnen Worte sollte eher ausdrucksstark verstanden werden. Zeit lassen beim lesen ist hier gefragt, und nicht durchlesen wie das Tackern beim morsen. Denn wenn man das Buch einfach durchfliegt, ist es nicht verwunderlich das einem der Schreibstil abgehackt erscheint. 

Ich genoss Bernhard Aichner's "Thriller" sehr, und war sehr angetan von dem Thrill, den ich das komplette Buch durch fühlte.
Die einzelnen Szenen sind sicher nicht die neue Erfindung des Rades, aber Blum überrascht uns mit Ihren Vorgehen immer wieder, Bernhard Aichner gelingt es einzelne Taten heftig erscheinen zu lassen, man ist schockiert, zu was eine Mutter von zwei Kindern, und mit welcher eiskalten Durchführung, fähig ist.

Totenfrau" ist wohl Bernhard Aichner's "Baby", den man merkt durch das ganze Buch hindurch, wie liebevoll die Geschichte ausgearbeitet wurde, an keiner Stelle wurde am Spannungsbogen geflickt oder mit Sätzen etwas passend gemacht.

Die Idee Blum in diesem Thriller zum Ermittler zu machen ist sehr gut gelungen, und das sie auch noch Bestatterin ist, ist wirklich noch schöner schwarzer Humor.
Fazit: Böser Böser Bernhard Aichner, auf so eine Geschichte muss man erst mal kommen und sie so exakt, logisch und klar niederschreiben.
Ich bin Fan, und freue mich auf den 17.08.2015, dem dem Erscheinungsdatum von "Totenhaus" dem zweiten Teil der Blum- Reihe im btb-Verlag
Für "Totenfrau" ist Bernard Aichner für den Crime Cologne Award 2015, als einer von den letzten Drei in der Auswahl, nominiert.
Ich kann jedem Thrillerfan sehr empfehlen, Bernhard Aichner auf einer Lesung zu besuchen, es lohnt sich sehr.

Mit lieben Grüßen

Euer Weltenwandler Peter

Exklusive Lesung von Bernhard Aichner


Am Mittwoch den 09.06.2015 durfte ich bei Bernhard Aichner's Lesung, seines 2. Thrillers der Blum Reihe, bei uns im Restaurant dabei sein. Ich erlebte Bernhard als einen Menschen, der trotz großen Erfolges seiner Bücher Weltweit, auf dem Boden geblieben ist. Sehr interessant ist auch das er sich mit Themen wie den Tod im realen Leben auseinandersetzt, in dem er zum Beispiel selbst Hand angelegt hat, um Leichen für die Beerdigung vorzubereiten.


Immer noch selbstkritisch und neugierig, macht er auf mich den Eindruck, das sein Drang zur Entwicklung seines Geistes, nicht zu stoppen ist. Er erzählt nicht einfach, sondern schafft es die eigenen Gefühle in Aufruhr bringen. Leidet seine Protagonistin, dann leidet man mit, ist sie neugierig, wird man auch neugierig, und Gänsehaut bekommt man eh. Wer jemals Bernhard Aichner lesen gehört hat, weiss wovon ich schreibe, es ist grosses Kino, nein, besser als Kino!


Am 17. August wird " Totenhaus" erscheinen, und ich kann es kaum erwarten. Ab Herbst geht Bernard Aichner da auf große Lese-Tour und ich kann jedem nur empfehlen das mal zu erleben, ich selbst werde, zum Cologne Crime Award im September in Köln, wieder dabei sein, denn ich bin schon Fan, obwohl ich das erste Buch noch nicht fertig gelesen habe, verrückt aber wahr, nur Gefühle lügen nicht.


Liebe Grüße Euer Peter